mobilecamp Dresden
24./25. April 2010
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Dresdenmobile
Dresden mobile
Im Laufe des Samstags hatte ich mich spontan entschieden, am Sonntag eine Session zum Thema "Dresden mobile" anzubieten. Für diese Session war es zwingend, sie am See abzuhalten, weil der Handyempfang in den Gebäuden nicht zu gebrauchen war. Interesse war da, aber wir haben einen vollen Session-Slot erwischt, daher haben wir zu dritt mal abgeklopft, wie Dresden mobile zu erforschen ist.
Öffentlicher Verkehr
Für mich ging das Samstagmorgen los: ich wollte mal sehen, wie gut ich mit dem Handy herausfinden könnte, wie ich von meinem Nachtquartier zur Camplocation kommen könnte. Ergebnis: gar nicht.
Die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) haben zwar eine mobile Auskunft, auch auf mehreren Kanälen (SMS, WAP, Java, PDA), aber um jegliche Angebote nutzen zu können, muss man entweder Haltestellen oder Orte eingeben. Mit Orte ist dabei nicht eine Strasse oder Kreuzung oder ein Point of Interest gemeint, sondern es handelt sich um Orte rund um Dresden, also Regionalverkehr.
Um die Haltestellen herauszufinden, müsste eine weitere Anwendung wie etwa Google Maps oder Ähnliches genutzt werden.
Big Red Zebra
Da hilft Big Red Zebra weiter: pünktlich zum Mobilecamp wurde eine Dresden-Version rausgebracht. Die Anwendung funktioniert ohne Datenrate auf dem Handy. Um eine Verbindung im öffentlichen Nahverkehr herauszufinden, kann die Strasse eingegeben werden, in der man gerade unterwegs ist. Kontextsensitiv werden mögliche Kreuzungen zur Auswahl angegeben und daraufhin die Haltestelle ausgewählt. Fahrpläne sind gleich dabei, es ist also keine weitere Anwendung nötig.
Die Version für Dresden ist allerdings noch Beta, einige Strassen konnte ich nicht finden.
Dresdner Flughafen
Für den Flughafen ist eine PDA-Version der Abflugtafel verfügbar, die, wenn auch nicht extra aufbereitet, mit webfähigen Handys funktioniert. Auf der offiziellen Website des Flughafens liess sich jedoch kein Hinweis auf ein gesondertes Angebot für mobile Endgeräte finden.
Allgemein
Wir konnten keine weiteren Angebote finden, die Versuche, mit dem Handy Info über Dresden zu bekommen, landeten alle auf Seiten, die nicht mobile-optimiert waren. Der Seitenaufbau selbst war meistens nicht semantisch, so dass sich die Seiten noch nicht mal behelfsweise nutzen liessen. Von der Nervigkeit der Werbebanner auf einem kleinen Handydisplay ganz zu schweigen.
Wir vermissten eine mobile-Version von dresden.de oder des Themenstadtplans: letzterer soll jederzeit für Orientierung sorgen. Fragt sich nur, mit welchen Endgeräten: sicher dachten die Entwickler dabei nicht an Leute, die mit dem Laptop vor dem Bauch durch Dresden marschieren.
Fazit
Wo die bestehenden Angebote mangelhaft sind, ist nun deutlich geworden. Vollständige und aktuelle Datensätze sind selbstredend Grundvoraussetzungen jeglicher Anwednungen. Wir diskutierten, was wir uns darüber hinaus noch wünschen würden:
- Orientierung auch mithilfe von umgangssprachlichen Bezeichnungen von Orten
- Eine Frühstücksinfo: wann kann wo gefrühstückt werden?
- Generell: wann sind in meiner nächsten Nähe welche Angebote verfügbar? Also eine Raum-Zeit-Kopplung.
Wir kamen zu dem Schluss, dass es Unternehmen durchaus einen Vorteil bringen kann, unkompliziert an aktuelle mobile-Angebote angeschlossen zu sein. Eine solche Infrastruktur zu schaffen, sahen wir als Standortfaktor, dessen Bedeutung zunehmen wird. Welche Faktoren im Einzelnen wichtig sind und wie es mit dem ROI aussieht, ist sicher eine differenziertere Einzelfall-Frage.
Ausserdem müssten solche Angebote auch vor Missbrauch geschützt sein, wir hatten Parallelen wie etwa falsche Schnäppchen-Angebote im Sinn.
Letzte Änderung von Regine Heidorn am 01.05.2009 um 08:53